Suchmaschinenoptimierung – die Grundlagen
Viele Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung können Sie selbst umsetzen. Eine klare Struktur, verständliche Inhalte und eine gute technische Grundlage helfen Suchmaschinen, Ihre Website einzuordnen. Gleichzeitig finden Besucher schneller, was sie suchen, und erkennen den Wert Ihres Angebots.
Suchmaschinenoptimierung sorgt dafür, dass Ihre Inhalte für passende Suchanfragen sichtbar werden.
Suchmaschinenoptimierung – erste Massnahmen
SEO umfasst Massnahmen auf der eigenen Website und ausserhalb davon. Sie werden als On-Page- und Off-Page-Optimierung bezeichnet. Beide Bereiche tragen dazu bei, dass eine Website besser gefunden und eingeordnet werden kann.
On-Page-Optimierung
Hier geht es um alle Massnahmen direkt auf Ihrer Website: Inhalte, Seitenstruktur, Suchbegriffe und technische Grundlagen.
Off-Page-Optimierung
Dieser Bereich umfasst Signale ausserhalb Ihrer eigenen Website. Dazu gehören vor allem Verlinkungen von anderen Websites. Sie geben Suchmaschinen Hinweise auf die Relevanz und Bekanntheit eines Angebots geben.

SEO setzt sich aus vielen einzelnen Bausteinen zusammen. Gemeinsam sorgen sie für Sichtbarkeit.
Was Suchmaschinen und Besucher brauchen
Eine gute Website verbindet technische Qualität mit verständlichen Inhalten. Einige Grundlagen sind dabei besonders wichtig.
Klare Struktur
Überschriften, Absätze, Listen, Links und eine nachvollziehbare Navigation bilden das Grundgerüst einer Website. Sie helfen Besuchern, sich zurechtzufinden, und machen die Inhalte für Suchmaschinen verständlicher.
Relevante Inhalte
Texte, Bilder, Grafiken oder Videos sollten die Fragen und Interessen Ihrer Zielgruppe aufgreifen. Entscheidend ist nicht die Menge des Inhalts, sondern ob eine Seite die jeweilige Suchintention hilfreich beantwortet.
Passende Suchbegriffe
Menschen verwenden bestimmte Begriffe, wenn sie nach einem Angebot oder einer Information suchen. Integrieren Sie passende Suchbegriffe gezielt in Überschriften, Texte und Title-Tags. So werden Ihre Inhalte für die richtigen Suchanfragen sichtbar. Welche Suchbegriffe für Ihr Angebot relevant sind und wie Sie diese gezielt ermitteln, erfahren Sie weiter unten im Abschnitt Keyword-Recherche.
Gute technische Grundlage
Schnelle Ladezeiten, eine sichere Verbindung, mobile Nutzbarkeit und eine technisch zugängliche Website schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Inhalte problemlos genutzt und von Suchmaschinen verarbeitet werden können.
Sinnvolle Verlinkungen
Interne Links verbinden thematisch passende Seiten und helfen Besuchern, weitere relevante Inhalte zu finden. Gleichzeitig zeigen sie Suchmaschinen, welche Seiten inhaltlich zusammengehören und wie die Inhalte der Website miteinander verknüpft sind.
Aussagekräftige Linkstexte machen dabei bereits vor dem Klick deutlich, was auf der verlinkten Seite zu erwarten ist.
Lokale Sichtbarkeit
Hat Ihr Angebot einen festen Standort? Dann ist die lokale Suche besonders wichtig. Ein aktuelles Google-Unternehmensprofil zeigt wichtige Informationen wie Standort, Öffnungszeiten und Kontaktdaten direkt in der Google-Suche und auf Google Maps.
Mit lokaler SEO sorgen Sie dafür, dass Ihr Angebot bei passenden Suchanfragen in der Region sichtbar wird – auch dann, wenn Menschen Ihr Unternehmen noch gar nicht namentlich suchen.
Keyword Recherche – Werkzeuge und Methoden
Stellen Sie sich die Frage: Mit welchen Worten sucht jemand, der sich für Ihr Angebot interessiert, ein konkretes Vorhaben plant oder eine Information benötigt?
Überlegen Sie, welche Begriffe Menschen aus Ihrer Zielgruppe verwenden würden, bevor sie Ihr Angebot kennen. Halten Sie diese ersten Suchbegriffe fest.
Ein Beispiel:
Eine historische Dampfbahn möchte mehr Familien für ihre Fahrten gewinnen. Eine Familie sucht dabei nicht unbedingt nach «Dampfbahn». Sie sucht vielleicht nach einem Ausflug und entdeckt dabei die Dampfbahn. Damit sie als Möglichkeit wahrgenommen wird, muss die Dampfbahn auch bei solchen Suchanfragen sichtbar sein.
Welche Interessen haben Familien, für die eine Dampfbahn interessant sein könnte? Vielleicht suchen sie nach einem besonderen Erlebnis für Kinder, einem Ausflugsziel in der Region, möchten Geschichte und Technik erleben oder eine Zugfahrt mit einer Wanderung oder Velofahrt verbinden.
Aus diesen Überlegungen lassen sich verschiedene Suchperspektiven ableiten: Was möchten Menschen unternehmen oder erleben – und wie könnten sie danach suchen?
- Familien: Ausflug mit Kindern
- Erlebnis: historische Zugfahrt / Dampffahrt
- Bildung: Eisenbahngeschichte / Technik erleben
- Region: Ausflugsziel Zürcher Oberland
- Aktivität: Wandern mit Kindern / Velotour
- Planung: Fahrplan / Tickets / Anreise
Diese Begriffe sind zunächst Annahmen. Im nächsten Schritt lässt sich überprüfen, welche davon tatsächlich gesucht werden und welche weiteren Begriffe auftauchen.
Die Überprüfung mit Tools (und ihre Grenzen)
Für die Überprüfung können Sie verschiedene kostenlose Quellen und SEO-Tools miteinander kombinieren.
- Google-Vorschläge: Geben Sie Ihr Thema in die Suchmaske ein. Schon während der Eingabe zeigt Google verwandte Suchanfragen. Sie geben Hinweise darauf, welche Formulierungen und Suchvarianten Menschen verwenden.
- Verwandte Suchanfragen: Am Ende einer Google-Ergebnisseite finden Sie weitere Begriffe, die mit Ihrer Suche zusammenhängen.
- Google Trends: Hier können Sie sehen, wie oft verschiedene Begriffe gesucht werden vergleichen und regional betrachten – zum Beispiel für «Dampfbahn», «historische Eisenbahn» und «Ausflug mit Kindern». So sehen Sie, welche Begriffe im Vergleich mehr Suchinteresse erhalten und wo regionale Unterschiede liegen.
Weitere hilfreiche Werkzeuge
Keyword-Tools: Sie liefern beispielsweise Daten zu Suchvolumen und verwandten Suchbegriffen. So lassen sich allgemeinere und spezifischere Suchbegriffe miteinander vergleichen.
Das «Null-Volumen»-Problem: Sehr spezifische oder seltene Suchanfragen werden von Keyword-Tools nicht immer zuverlässig erfasst. Keine Daten bedeuten deshalb nicht automatisch, dass kein Interesse besteht.
Google Search Console: Sobald Ihre Website online ist, zeigt die Search Console, bei welchen tatsächlichen Suchanfragen Ihre Website Impressionen und Klicks erhält. Damit können Sie überprüfen, über welche Begriffe Menschen Ihre Website finden und welche neuen Suchanfragen auftauchen.
Keywords wirksam einsetzen
Nachdem Sie Ihre Suchbegriffe ausgewählt haben, geht es darum, sie sinnvoll in Ihre Website einzubauen. Ein Keyword muss nicht möglichst oft wiederholt werden. Entscheidend ist, dass es die Frage oder das Thema des Lesers trifft und ganz natürlich im Text vorkommt.
Am Beispiel einer Dampfbahn wird das schnell konkret: Eine Seite über die Fahrten könnte beispielsweise auf «Dampfbahn Zürcher Oberland ausgerichtet sein. Dieser Begriff kann sich in verschiedenen Elementen der Seite wiederfinden – in der Überschrift, im Text, im Seitentitel und in der Webadresse. Die einzelnen Elemente haben dabei unterschiedliche Aufgaben.
Title-Tag – Der Titel in den Suchergebnissen
Der Title-Tag ist der Seitentitel, den Google in den Suchergebnissen als blaue, klickbare Überschrift anzeigt. Er sollte präzise beschreiben, was Besucher auf der jeweiligen Seite erwartet.
Für eine Startseite könnte er beispielsweise lauten:
Dampfbahn Zürcher Oberland – Geschichte erleben und entdecken
Jede Unterseite sollte einen eigenen, individuellen Title-Tag erhalten.
Gut zu wissen: Die oft genannte Grenze von 70 Zeichen ist keine starre technische Vorgabe. Google kürzt Titel nach der verfügbaren Breite in den Suchergebnissen. Entscheidend ist deshalb vor allem, dass der Titel prägnant ist und den Inhalt der Seite treffend beschreibt.
Beispiel eines Google-Suchergebnisses: Title-Tag und Meta-Description

Im Beispiel lautet der Title «DVZO: Herzlich Willkommen zu unserem historischen Erlebnis». Er klingt freundlich, macht aber nicht sofort deutlich, dass es sich um eine historische Dampfbahn im Zürcher Oberland handelt. Begriffe wie «Dampfbahn» und «Zürcher Oberland» benennen das Angebot und die Region unmittelbar. So können Menschen bereits in der Suche erkennen, ob die Seite zu ihrer Suchanfrage passt.
Meta-Description – Die Kurzbeschreibung im Suchergebnis
Die Meta-Description ist der kurze Beschreibungstext unter dem blauen Titel in den Suchergebnissen. Sie hilft Suchenden einzuschätzen, ob eine Seite für ihre Suche relevant ist.
Auch hier kann das Haupt-Keyword sinnvoll eingesetzt werden, wenn es zum Inhalt passt.
Beispiel:
«Historische Eisenbahn erleben und das Zürcher Oberland entdecken: Dampfzugfahrten von Mai bis Oktober, Oldtimer-Postautos, besondere Events und weitere Ausflugsangebote.»
Google verwendet die hinterlegte Description allerdings nicht immer, sondern kann stattdessen einen passenden Ausschnitt aus dem Seiteninhalt anzeigen. Die Meta-Description ist kein direkter Rankingfaktor.
H1 und Seitenstruktur
Die H1 ist die Hauptüberschrift einer Seite. Sie sollte klar benennen, worum es auf dieser Seite geht.
Weitere Überschriften strukturieren den Inhalt und zeigen, welche Themen behandelt werden. Dabei müssen nicht überall dieselben Keywords wiederholt werden. Verwandte Begriffe können die verschiedenen Aspekte eines Themas genauer beschreiben.
Beispiel für eine logische Struktur:
- H1: Fahrten mit der Dampfbahn im Zürcher Oberland
- H2: Fahrplan und Fahrten
- H2: Tickets und Preise
- H2: Anreise und Treffpunkt
- H2: Historische Dampfbahn und Ausflugsziele
Der Lauftext – Suchbegriffe natürlich verwenden
Im Text sollte der Suchbegriff dort vorkommen, wo er inhaltlich passt. Eine Seite über die Dampfbahn muss nicht in jedem Absatz «Dampfbahn Zürcher Oberland» wiederholen. Das wirkt künstlich und erschwert das Lesen.
Wichtiger ist, das Thema umfassend und verständlich zu behandeln. Dazu können auch verwandte Begriffe gehören, etwa «historische Eisenbahn», «Dampflok», «Fahrten», «Ausflug» oder «Zürcher Oberland».
Ein guter Text entsteht nicht dadurch, dass ein Keyword möglichst oft wiederholt wird. Er entsteht dadurch, dass eine Seite die Suchintention präzise und hilfreich beantwortet.
Bilder – Was ist tatsächlich zu sehen?
Auch Bilder können verständlich benannt werden. Der Dateiname sollte beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist, zum Beispiel::
dampfbahn-zuerich-oberland.jpg
Der Alt-Text beschreibt das Bild für Menschen, die es nicht sehen können, und wird beispielsweise von Screenreadern vorgelesen. Der Alt-Text sollte deshalb nicht einfach das Keyword wiederholen, sondern das Bild möglichst konkret beschreiben:
«Historische Dampflokomotive bei der Einfahrt in den Bahnhof»
URLs und interne Links
Auch die Webadresse beschreibt den Inhalt einer Seite. Sie sollte kurz, verständlich und eindeutig sein.
Bei der Dampfbahn kann eine URL wie /fahrplan/ den Inhalt der Seite klar benennen. Die Suchmaschinen erkennen den Zusammenhang zusätzlich über Seitentitel, Überschrift, Text und interne Verlinkungen.
Auch Linktexte sollten möglichst konkret sein. «Fahrplan der Dampfbahn» sagt mehr aus als «Mehr erfahren» und zeigt Besuchern bereits vor dem Klick, was sie erwartet.
Keywords in Rank Math prüfen
In WordPress können Sie diese Angaben mit einem SEO-Plugin wie Rank Math bearbeiten und überprüfen. Dort lassen sich beispielsweise Title-Tag und Meta-Description pflegen und ein Fokus-Keyword für die Analyse der Seite festlegen.
Das Plugin ersetzt jedoch nicht die inhaltliche Arbeit. Es zeigt, ob bestimmte SEO-Kriterien erfüllt sind. Ob ein Suchbegriff tatsächlich zur Seite und zur Suchintention passt, entscheiden weiterhin Sie selbst.
Die wichtigsten Faktoren für SEO
- Klare Struktur: Überschriften und eine nachvollziehbare Seitenstruktur helfen Besuchern, sich zurechtzufinden.
- Relevante Inhalte: Beantworten Sie die Fragen Ihrer Zielgruppe verständlich und fundiert.
- Passende Suchbegriffe: Verwenden Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe dort, wo sie den Inhalt präzise beschreibt.
- Mobile Nutzbarkeit: Ihre Website sollte auf Smartphones ebenso gut funktionieren wie auf dem Desktop.
- Technische Grundlage: Achten Sie auf gute Ladezeiten, sichere Verbindungen und eine technisch zugängliche Website.
- Lokale Sichtbarkeit: Wenn Sie regional tätig sind, helfen ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und passende lokale Informationen dabei, gefunden zu werden.
So wird aus Ihrer Geschichte eine Website, die gefunden und verstanden wird.






